Die Foraminiferen des Sternberger Gesteins
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Elphidiella de Montfort, 1808        zur Tafel

Systematische Einordnung:

Unterordnung: Rotaliina, Delage & Herouard 1896
Oberfamilie:    Rotaliacea Ehrenberg 1839
Familie:           Elphidiidae Galloway, 1933
Gattung:          Elphidiella Cushman, 1936
Untergattung: subnodosa Roemer, (Roemer 1838)

Beschrieben u. a. bei:
REUSS 1855 S. 163 als Polystomella subnodosa
BATJES 1958 S. 163
ELLERMANN 1960: S. 682 KIESEL 1962: S. 80
KÜMMERLE 1963: S. 61
GROSSHEIDE & TRUNKO 1965: S. 170
BÖTEFÜR 2008: S. 175

Vorkommen: U. Eozän bis rezent weltweit, in brackigem bis marinem Habitat.
Das kreisförmige Gehäuse ist involut und planspiral aufgewunden. Der Kiel ist abgerundet und kräftig ausgebildet. Die Sutur ist leicht nach hinten gebogen.
REUSS 1855 erwähnt diese Art als Polystomella subnodosa im Oberoligozän des Sternberger Gesteins, Krefeld, Kassel, Freden, Luithorst und Astrup. Weitere Synonyma sind:
Elphidium subnodosum (Münster)
Poloystomella subnodosa v. Münster
Robulina subnodosa (v.Münster)

    

Die bei Friese 1951 abgebildete Elphidium crispum (Linnè) mit dem Synonym Polystomella subnodosa ist optisch jedoch nicht mit den vorgenannten Arten identisch.
Elphidiella sobnodosa ist im Sternberger Gestein mit 2 Unterarten vertreten:
Elphidiella sobnodosa subnodosa (Roemer, 1838) und wesentlich seltener
Elphidiella sobnodosa minor (Ellermann 1957).
Eine sehr detaillierte Beschreibung der Unterscheidungsmerkmale hat ELLERMANN 1960 ausgearbeitet und beschrieben. Die gefundenen Foraminiferen sind entweder hyalin, so dass man die sedimentäre Kammerfüllung erkennen kann, oder sie haben die gelblich-braune Farbe des Sternberger Gesteins angenommen. Auffallend ist, dass im Sternberger Gestein von Elphidiella subnodosa subnodosa wie auch von Elphidiella subnodosa minor zahlreiche aberrante Exemplare gefunden werden.

Elphidiella sobnodosa subnodosa (Roemer 1838).
Der Nabel ist verdickt. Seine Oberfläche ist rauh und mit warzenähnlichen Knoten versehen. Die Seitenflanken vom Kiel zum Nabel verlaufen fast gradlinig. Die Stirnansicht zeigt daher einen rhombischen Querschnitt. Der Kiel ist deutlich hyalin und abgerundet. Die bis zu 16 Mündungsöffnungen befinden sich an der Basis der Stirnseite. Die letzte Windung hat 14 bis 17 Kammern.

Elphidiella subnodosa minor (Ellermann 1957).
Der Durchmesser des Gehäuses ist kleiner als bei E. s. subnodosum. Die letzte Windung besteht aus 8 bis 13 Kammern. Die Stirnansicht hat den für diese Unterart typischen gewölbten Querschnitt. Auch sind die Poren auf den Suturen nicht sehr deutlich bis nicht zu erkennen. Die Granulierung setzt sich von der Nabelscheibe ausgehend über die Suturen fort und verdeckt im Sattel auch die bis zu 6 Mündungsöffnungen.

    

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